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Artikelfotos bei Online-Auktionen

    Bei Online-Auktionen lassen sich gebrauchte Waren fast nur mit Artikelfoto verkaufen. Der Grund: Ein Bild sagt mehr als 1000 Worte und kann über den Zustand des Artikels meist mehr aussagen, als eine längliche Artikel-Beschreibung. Doch welche Folgen hat es, wenn das Bild nicht „echt“ oder veraltet ist, von einer Herstellerseite kopiert, eine Abmahnung eines angeblichen Rechteinhabers in`s Haus flattert? Die folgenden Artikel befassen sich mit den Rechtsverhältnissen

InhaltsübersichtMusterbild

Was Sie bei Artikelfotos aus rechtlicher Sicht beachten sollten

 

1. Herkunft der Fotos

Heute sind Digital-Kameras weit verbreitet. Ein Foto für eine Internet-Auktion sollte damit für jeden möglich sein. Der Vorteil: Der Käufer ist eher bereit eine Ware zu kaufen, von der er sich schon durch Ansehen einen Eindruck machen kann.

    Praxis-Tipp: Verkaufen Sie grundsätzlich Artikel mit Fotos, dies kann Sie auch entlasten.

 

2. Selbst gemachte Fotos

Kleine Artikel können vor neutralem Hintergrund (z. B. einem großen schwarzen oder weißen Pappkarton) abgelichtet werden. An selbst gemachten Fotos haben Sie die Urheberrechte. Aktuelle Fotos können die Ware und ihren Zustand am besten beschreiben. Diese Art der Fotos ist am wenigsten gefährlich.

    Rechts-Tipp: Vermeiden Sie eine besondere Hervorhebung von Marken auf dem Artikel. Seien Sie vorsichtig mit Markenartikeln, die im Nicht-EU-Ausland gekauft wurden: In beiden Fällen kann ein Markeninhaber sonst ggf. doch abmahnen.

 

b) Herstellerfotos

Mit Einverständnis des Herstellers eines Artikels können Sie dessen Fotos verwenden. Liegt ein solches Einverständnis nicht vor, können nachträglich Lizenzgebühren im Wege des Schadensersatzes gefordert werden.

    Rechts-Tipp: Lassen Sie sich das Einverständnis schriftlich bestätigen. Bei An- und Verkauf von Neuware kann dies gleich mit dem Einkaufsvertrag mitgeregelt werden.

    Praxis-Tipp: Vorsicht mit Herstellerfotos bei Gebrauchtwaren! Kunden können sich auf die Beschaffenheit der Ware „wie abgebildet“ berufen. Gebrauchsspuren können Sachmängel sein.

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Autor und (c) 2007: RA Siegfried Exner -
Kanzlei-Exner.de, Kiel

 

c) Sonstige fremde Fotos

Wenn Fotos von Dritten, insb. professionellen Fotografen gemacht wurden, dürfen solche nicht unbedacht verwendet werden. Dies gilt gerade bei der großen Verbreitung durch Internet-Versteigerungen. Die Seiten von Auktions-Plattformen können weltweit abgerufen werden. Dem Urheber – hier dem Fotografen – stehen daher grundsätzlich Lizenzgebühren dafür zu, dass seine Werke verwendet werden. Es gibt keinen Unterschied, ob die Aufnahmen besonders gut oder gelungen sind.

    Rechts-Tipp: Bei unerlaubter Einstellung von Aufnahmen in die Artikel-Beschreibung kann der Urheber Unterlassung verlangen bzw. Lizenzgebühren im Wege des Schadensersatzes fordern. Zudem werden fast immer zusätzlich Anwaltskosten in vergleichbarer Höhe anfallen. Insgesamt können so schnell ca. 1.000,00 EURO fällig werden. So können fremde Fotos zu einem sehr teuren Vergnügen werden.

    Beispiel: Auch Fotos von Online-Kochbücher über die Zutaten sind geschützt. Das Gemüse vom Markt selbst zu fotografieren hätte hier viel Ärger erspart. Ähnliches gilt auch für “triviale” Artikel bei Online-Versteigerungen.

 

2. Personen auf Fotos

Nach dem Kunsturhebergesetz und Grundrechten sind Abbildungen von Personen besonders geschützt. Entsprechend können mit Artikeln abgebildete Personen Rechte gegen die Darstellung der Bilder bei Internet-Versteigerungen geltend machen. Zumeist geht es dabei um Unterlassungsansprüche , die mit Abmahnung und einstweiliger Verfügung durchgesetzt werden. Es sind in Einzelfällen auch Schadensersatzansprüche möglich.

    Rechts-Tipp: Vermeiden Sie Abbildungen von Zuschauern und Passanten. Nicht jeder will z. B. im Hintergrund eines Autoverkaufs bei einer Online-Auktion auftauchen.

 

3. Sachmangel: Abweichung vom Foto

Die Käufer dürfen auch bei Internet-Versteigerungen auf die Richtigkeit der Fotos vertrauen. Geringfügige Abweichungen sind nicht anstößig. Diese können durch Sonnenschein oder die Farbveränderungen durch die Aufnahme selbst, Nachbearbeitung oder die Bildschirmdarstellung auftreten. Nicht zulässig sind dagegen das gezielte Verbergen von Gebrauchsspuren oder gar Mängeln.

    Beispiele: Wegretuschieren eines Unfallschadens beim Autoverkauf über eine Online-Auktion; Farbveränderung bei ausgeblichenen antiken Möbeln; Überdecken von Kratzern auf wertvollem Schmuck oder Uhren.

Im schlimmsten Fall kann hier eine bewusste Täuschung vorliegen. Wenn dann die Ware weniger wert ist, kann sogar ein Betrug gegeben sein.

    Praxis-Tipp: Die Ware soll gut aussehen, darf aber nicht verfälscht dargestellt werden. Die Abgrenzungen sind im Einzelfall oft schwierig.

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Autor und (c) 2006: RA Siegfried Exner -
Kanzlei-Exner.de, Kiel
Erstellt am 19.04.2007


Literatur:

     

Urteile:

     

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Rechtsfallen im Online- Handel

Vor „üblen Klicks“ bei Online- Auktionen warnt ein umfangreicher Artikel der Wirtschafts- Woche. Die Beispiele reichen von einer Abmahnung wegen eines Verkaufs einer unerkannt rechtwidrigen Musik-CD mit der Bezeichnung „The Sweet“ über Ebay, illegalen Downloads des Videos von Ice Age2, Kauf eines BMW-Cabrios durch einen Elfjährigen, oder Ersteigerung eines Rübenroders im Wert von 60.000,- EURO für 51,- EURO bei Ebay und Widerruf von falschen Negativ-Bewertung einer Marken- Hose als „ … PLAKIAT!“ Meldung nach WirtschaftsWoche 14/2007 (S. 210 ff).

Zu den aktuellen Meldungen

Abmahnwelle wegen unrichtiger Preisaus- zeichnung erwartet

Aaufgrund des Urteils des OLG Hamburg vom 15.02.2007 (Az.: 3 U 253/06) sei mit einer erneuten Abmahnwelle zu rechnen. Nach dem Urteil müssen Liefer- und Versandkosten [...] in räumlich enger und hervorgehobener Weise angegeben werden. Nicht ausreichend seinen Darstellungen erst auf einer Unterseite. eBay-Shop-Inhabern sei daher zu raten, ihre Seiten an diese Vorgaben so schnell wie möglich anzupassen. Nach einer Meldung von abmahnwarner.de vom 01.04.2007. Mehr zum Thema Abmahnungen .

Zu den aktuellen Meldungen

Neue AGB und Preise bei eBay seit 1. Januar

Änderungen an den Allgemeinen Geschäfts- bedingungen (AGB) Mehr zu den
Neuerungen

Zu den aktuellen Meldungen

* H I N W E I S *

LG Kleve, Urteil vom 02.03.2007, 8 O 128/06

Eine Belehrung zum Widerruf genügt den gesetzlichen Anforderungen nach § 355 Abs. 2 Satz 1 BGB nur, wenn sie in Textform erfolgt (mindestens per eMail). Eine Darstellung auf einer Internetseite eines Online-Shops (bei eBay) genügt nicht.

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 Informationen zu dem Thema Abmahnungen
bei Online- Auktionen.

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